… und über mich.

Der Titel „Tightrope Walks. Seiltänze durch Theologie und Leben“ ist inspiriert von Johannes Bosco (1815-1888), der als „Vater und Lehrer der Jugend“ von Turin gewirkt, zwei heute weltweit agierende Ordensgemeinschaften (mit-)gegründet hat und 1934 heiliggesprochen wurde. Mit meiner Biographie hat er mehr zu tun, als auf einer der Kürze verpflichteten Blog-Seite zu sagen ist.

Don Bosco wusste schon als kleiner Junge Menschen für die Themen „zwischen Himmel und Erde“ zu begeistern und nutzte dazu seine vielfältigen Gaben und Fähigkeiten. Eine von ihnen war seine akrobatische Begabung als Seiltänzer. Über die Freude, die er anderen mit seiner Vorstellung machte, vermittelte er seine Botschaft: dass Gott ein Freund des Lebens ist. Und dass er gekommen ist, „damit sie das Leben in Fülle haben“ (vgl. Joh 10,10). Gerade die, denen das Leben bisher nicht wirklich viel an „Fülle“ bereitgestellt hatte. Und gerade die jungen Leuten, die, ganz leiblich aber auch noch viel tiefer, Hunger und Durst mitbrachten.

In dieser Perspektive möchte Tightrope Walks Themen zwischen Himmel und Erde bedenken: mit ein bisschen Leichtigkeit; wie auf dem Seil. Eher als Sammlung von Gedanken-Schnipseln denn als virtueller Aufsatzband.

Momentan befindet sich Tightrope Walks – um es mit einer beliebten theologischen Wendung zu sagen – noch mehr im „noch nicht“ als im „schon“…, also im Vorschau-Modus (aber wer ist das nicht?). In den nächsten Monaten sollen Seiltänze hinzukommen.

Weil ich Theologin und Neutestamentlerin bin, finden meine Seiltänze zwischen Himmel und Erde auch immer irgendwo zwischen Theologie und Leben statt. Es sind aber weniger „theologische Seiltänze“ als „Seiltänze einer Theologin“. Also zwar (hoffentlich, ein bisschen) geprägt von meiner theologischen, philosophischen und exegetischen Ausbildung, von den Perspektiven meiner Freizeitbeschäftigungen und von meinen geistlichen Interessen. Darin aber jeweils ganz subjektiv. Vielleicht manchmal auch wirklich ein Seiltanz, ein Balanceakt. Der Versuch, zwischen Himmel und Erde, in jeweils neu zu gewinnender Position, unterwegs zu bleiben, mit Kontakt zur Erde und zum Himmel. Und dabei vom Gott des Lebens zu erzählen.

 

[Bild: (c) Quinn Dombrowski (2010), Flickr]